Ihr Internetauftritt – worauf es ankommt

Wer 2015 mit seinem Unternehmen nicht in irgendeiner Weise online auffindbar ist, lebt wohl noch immer in den 1990er Jahren. Das gilt nicht nur für Großunternehmen, die nahezu durchgehend über (mindestens) eine eigene Website verfügen, sondern auch für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten: Bereits 2013 verfügten zwei Drittel (64%) über eine eigene Website. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Der professionelle Internetauftritt: Die eigene Website

Übersetzt bedeutet das Wort „Website“ so viel wie „Ort“, „Platz“ oder „Stelle“ im Netz.

Das ist durchaus wörtlich zu nehmen:

Ihre Website ist viel mehr als nur irgendeine „Seite“: Sie ist (um es mal etwas pathetisch auszudrücken) der zentrale Anlaufpunkt Ihres Unternehmens im virtuellen Raum.

Vergleichen können Sie diesen am besten mit einem Ladengeschäft, das der Kunde betritt: Dort wie hier kommt es zunächst einmal darauf an, dass er sich in Ihren Räumen wohlfühlt.

Versetzen Sie sich in Ihren Kunden: Wie würde Ihnen ein lieblos eingerichtetes Geschäft gefallen, das zudem unsauber und vernachlässigt wirkt? Und welche Rückschlüsse würden Sie in Bezug auf seine Professionalität und das Produkt/die Dienstleistung des Ladeninhabers ziehen?

Genau dasselbe lässt sich über die Website eines Unternehmens sagen: Eine Benutzer- und augenfreundliche Homepage vermittelt Professionalität.

Was gehört alles dazu?

1. Der erste Eindruck zählt: Ansprechendes Webdesign

Eine Tür in einer weißen Wand.

 

Wenn Ihre Kunden sich Ihren Internetauftritt ansehen, haben Sie bereits den ersten Schritt getan (und einen großen Vorteil): Jemand hat Ihre Präsenz gefunden UND interessiert sich offensichtlich für das, was Sie anbieten.

Eine schöne und benutzerfreundliche Website sorgt nun dafür, dass Ihr Kunde dieses Interesse aufrechterhält.

Weitere Gründe, warum gutes Webdesign so wichtig ist, finden Sie HIER.

2. Machen oder machen lassen?

Michael Holly sitzt vor seinem Computer.

Doch wie kommen Sie nun zu Ihrer Website?

Die erste Frage lautet natürlich „Machen oder machen lassen?“, also selber Zeit und Arbeit investieren oder einen externen Webdesigner bzw. eine Webdesign-Agentur engagieren?

Marke Eigenbau

Eine Website selbst zu erstellen bringt einige Vorteile mit sich: Sie können Änderungen jederzeit selbst durchführen, müssen Ihre eigenen Vorstellungen nicht erst an andere kommunizieren und sparen nicht zuletzt eine Menge Geld.  Voraussetzung ist natürlich (abhängig von der gewählten Variante) genügend Zeit und der Wille, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Homepagebaukästen

Sogenannte „Homepagebaukästen“ bieten die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit und (theoretisch) ohne weitere Vorkenntnisse eine eigene Website zu erstellen. Auf dem Markt tummeln sich diverse Anbieter (1&1, Jimdo etc.), einen guten Überblick (nebst lesenswerter Diskussion im Kommentarbereich) bietet dieser Artikel.

Der Nachteil dieser Instant-Website-Baukästen liegt an den immer noch eher eingeschränkten Möglichkeiten bei der Gestaltung des eigenen Internetauftritts.

Wesentlich mehr Freiheiten bieten da die sogenannten…

Content-Management-Systeme (CMS)

Obwohl sie komplexer sind als die Homepagebaukästen, ist auch für die Arbeit mit Content-Management-Systemen nicht unbedingt ein Informatik-Studium notwendig. Ein CMS lässt sich zudem besser für Suchmaschinen optimieren und zusammen mit anderen Usern verwalten.

Eines der bekanntesten Content-Management-Systeme ist WordPress, das vor allem bei Blogs zum Einsatz kommt, aber auch für Unternehmenswebsites (bis zu einer bestimmten Größe) gut geeignet ist. (Übrigens läuft der Blog, den Sie gerade lesen, mit einem WordPress-CMS.)

WordPress ist jedoch nicht der einzige CMS-Anbieter, Alternativen sind z.B. Drupal und das (für Anfänger nur bedingt geeignete) TYPO3. Einen aktuellen Vergleich der gängigsten CMS-Systeme für Ihren Internetauftritt finden Sie hier.

Der Internetauftritt per Online-Agentur/Webdesigner

Wenn Ihnen auch für die Erstellung einer „kleinen“ Website die Zeit und die Muse fehlen, bleibt als Alternative die Beauftragung eines externen Dienstleisters.

Neben seriösen Agenturen und Freelancern tummeln sich auf dem Markt auch einige schwarze Schafe. Auf was Sie bei der Suche nach der geeigneten Agentur bzw. dem richtigen Webdesigner achten müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

3. SEO – Ihr Internetauftritt will gefunden werden

CTR nach Ranking

Auf welche Suchergebnisse wird Ihr Kunde wohl klicken?

 

Bereits bei der Erstellung Ihres Internetauftrittes gilt es außerdem dafür zu sorgen, dass dieser mittels Suchmaschinenoptimierung  in den unendlichen Weiten des Internets überhaupt gefunden wird.

Prinzipiell gilt grob: „Je höher das Ranking, desto mehr Klicks.“

Es gilt also mit Ihrer Webpräsenz möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu stehen.

Einige Einführungen in diese Thematik finden Sie unter folgenden Links:

http://www.smartmedia.berlin/seo-suchmaschinenoptimierung/
http://www.seo-united.de/sitemap.html

Der Internetauftritt abseits der eigenen Website

„Brauche ich denn nun unbedingt eine eigene Website?“

Das kommt natürlich stark auf die Art Ihres Unternehmens an: Für den kleinen Dorfmetzger gelten andere Maßstäbe als für die Werbeagentur.

Doch selbst der Dorfmetzger tut gut daran, im Netz in irgendeiner Weise auffindbar zu sein. Wer weiß, wann der nächste hungrige Durchreisende auf Google Maps nachschaut.

Onlinebewertung mit Smartphone

Einträge in Verzeichnissen und Bewertungsportalen

Um auf Google Maps sichtbar zu werden, sollte man sich bei Google My Business registrieren. Dieser Leitfaden für Einsteiger kann dabei behilflich sein.

Auch Einträge in digitalen Branchenverzeichnissen können sich lohnen – gerade dann, wenn die Zielgruppe eher lokal verortet ist.

Bewertungsportale wie Yelp ermöglichen es Ihren Kunden, die guten Erfahrungen, die sie mit Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung gemacht haben, mit der Welt zu teilen – die beste Werbung, die man sich vorstellen kann.

Bei allen derartigen Portalen gilt natürlich: Je aktueller und nützlicher die Informationen über Ihr Unternehmen sind, desto besser. Niemandem nutzt ein lieblos in drei Minuten hingerotzter Eintrag voller Rechtschreibfehler, am wenigsten Ihrem Unternehmen.

Profile in sozialen Netzwerken

Eine weitere Möglichkeit zur Optimierung Ihres Internetauftritts sind Profile in sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. Auch hier gilt es, wie bei Branchenverzeichnissen und Bewertungsportalen, auf Qualität und Vollständigkeit zu achten.

Zudem gehört eine Bereitschaft zur Aktivität dazu: Interaktionen und Dialog bilden den Puls der sozialen Netzwerke – daher wird eine Facebookseite, die  im Juli 2012 ihren letzten Beitrag abgesetzt hat, kaum neue Fans gewinnen und zurecht die Frage nach ihrer Daseinsberechtigung aufwerfen.

Ebenso unabdingbar ist hier zudem die immer wichtiger werdende Bereitschaft zum offenen und öffentlichen Dialog mit der eigenen Kundschaft. Ein Unternehmen, das kritische User-Beiträge auf der eigenen Seite langfristig ignoriert oder gar löscht läuft Gefahr, in einem sogenannten Shitstorm zu geraten, der immense Image-Schäden mit sich bringen kann.

Fazit

Ohne Internetauftritt geht es 2015 nicht mehr. Und sowohl für eigene Website, Branchenbucheintrag oder Facebookseite gilt: Mehr denn je geht es darum, dem Besucher nützliche Informationen und relevanten Mehrwert  zu bieten.

Bildquellen:

„website“ by medithIT. Licensed under CC BY 2.0.

R-J-Seymour/istockphoto

Michael Holley/http://www.swtpc.com

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