FOMO – Wenn Social Media uns krank macht

“Na toll, Maike macht ne Hausparty mit all unseren Freunden und ohne mich…“, „Wow, der doofe Lars aus der Oberstufe hat gerade eine Bombenfrau geheiratet und ich bin immer noch Single…“ „Eine Weltreise! Wie kann sich die Beate sowas leisten? Warum kann ich das nicht?…“ Sind Ihnen solche oder ähnliche Gedanken beim Surfen auf Facebook, Twitter, Instagram und Co schon durch den Kopf gegangen? Und nun hängen sie dauernd am Handy um ja nichts zu verpassen? Sieht ganz so aus, als wären Sie der neuen Social Media Krankheit FOMO zum Opfer gefallen. Was FOMO ist und wie sie der Falle entkommen:

Was genau ist FOMO?

„FOMO“ steht für „Fear of missing out“ (deutsch: Angst etwas zu verpassen) und ist sozusagen die erste Social Media – Krankheit, die heutzutage immer mehr Menschen befällt. Es handelt sich dabei um die ständige Angst etwas Wichtiges zu verpassen oder von bedeutsamen Ereignissen ausgeschlossen zu sein. Die Betroffenen verspüren einen enormen Druck und checken zwanghaft ihre sozialen Kanäle.

Über ständige Statusupdates lassen sich Nutzer von Facebook, Twitter und Co. über die Aktivitäten ihrer Freunde informieren. Verhaltensforscher glauben, dass die Angst, wichtige Dinge zu verpassen, dadurch steigt. Außerdem bieten die Sozialen Netzwerke die Möglichkeit für einen ständigen Vergleich mit anderen. Experten nehmen an, dass hinter dem Phänomen eine Überforderung steckt. Die Menge an Information, die man über soziale Netzwerke erhält, ist einfach zu groß.

Die Angst, etwas zu verpassen oder etwas zu erleben, was weniger Spaß oder weniger spannend ist, als das, was Freunde erlebt und unternommen haben, ist bis zu einem gewissen Grad natürlich und normal. Das Gefühl kann uns sogar helfen unseren eigenen Ehrgeiz anzustacheln und etwas zu unternehmen, das herausfordernder ist als das, was unsere Freunde erleben. Personen, die sich ständig in den Netzwerken bewegen haben aber meist weit mehr als einhundert Freunde. So kann es passieren, dass die Erlebnisse eines einzelnen herausstechen und ständig das schlechte Gefühl vermitteln man könne nicht mithalten.

Wie äußert sich FOMO bei den Betroffenen?

FOMO-Betroffene sind dauernd traurig und frustriert, durch den ständigen Druck ein vermeintlich erfüllendes Leben führen zu wollen wie alle anderen. Außerdem verspüren sie einen Zwang, ständig Meldungen in bestimmten sozialen Medien überprüfen und verfolgen zu müssen und ihre eigenen Erlebnisse posten zu müssen. Eine Sucht ist vorhanden oder entwickelt sich mit der Zeit immer stärker. Teilweise erfinden sie Erlebnisse und posten diese, um sich selbst aufzuwerten. Des Weiteren kann das Kommunikationsverhalten im direkten Dialog – ohne Smartphone – dadurch erheblich gestört sein.

Am Schreibtisch sitzen und arbeiten während der beste Freund Selfies vom Tauchen in Ägypen postet. Da kann man schon mal neidisch werden.

 

Sind Sie bereits von Fomo betroffen?

Wenn Sie herausfinden möchten, ob ihr Verhalten in den Sozialen Medien bereits auffällig ist und ggf. Ihr reales Leben und Ihre Gefühlswert beeinflusst, machen Sie den folgenden Test um heraus zu finden ob Sie an FOMO leiden. Beantworten Sie sich die zehn folgenden Fragen ehrlich mit Ja oder Nein.

  1. Frage: Ich frage mich manchmal, ob ich nicht zu viel Zeit damit verbringe nachzuschauen, was gerade bei meinen Freunden los ist.
  2. Frage: Wenn ich in den Urlaub fahre, möchte ich immer noch unbedingt im Auge haben was meine Freunde zu Hause so machen.
  3. Frage: Ich habe große Angst davor, dass meine Freunde in ihrem Leben wichtigere Erfahrungen machen, dass meine Freunde erfolgreicher sind als ich.
  4. Frage: Wenn ich ein geplantes Treffen meiner Freunde verpasse ärgert mich das massiv.
  5. Frage: Ich habe Angst, dass andere mehr und viel Schöneres erleben als ich.
  6. Frage: Es ärgert mich stark, wenn ich eine Gelegenheit verpasse meine Freunde zu treffen.
  7. Frage: Ich mache mir Sorgen, wenn meine Freunde ohne mich Spaß haben.
  8. Frage: Ich werde ängstlich oder nervös, wenn ich nicht weiß, was meine Freunde gerade Machen.
  9. Frage: Es ist mir sehr wichtig, dass ich immer die „Insider-Witze“ meiner Freunde verstehe.
  10. Frage: Wenn ich eine tolle Zeit habe, ist es mir wichtig das online zu posten. (z.B. den Facebook-Status updaten oder ein Instagramm Foto posten)

Wenn Sie mehr als fünf der Fragen mit Ja beantwortet haben, sind sie vermutlich bereits von FOMO betroffen oder laufen bei gleich bleibendem Verhalten Gefahr künftig eine stärkere Symptomatik zu entwickeln.

Einfach mal das Handy ausschalten?

Die meisten würden wohl dazu raten sich einer kompletten Social Media – Entziehungskur zu unterziehen. Psychologen allerdings meinen es sei kaum hilfreich, Menschen, die unter FOMO leiden, zu empfehlen, vollkommen auf den Gebrauch der sozialen Medien zu verzichten. Sinnvoller sei es dem Betroffenen zu helfen den Gebrauch der sozialen Medien rational zu reflektieren. Denn dadurch kann die Erkenntnis wachsen, dass die meisten Posts kaum Relevanz haben und praktisch keine Gefahr besteht, etwas zu verpassen, wenn beispielsweise der Onlinebesuch auf bestimmte Zeiten beschränkt wird. Wichtig ist bei der Therapie von FOMO auch die Stärkung des Selbstbewusstseins dahingehend, dass Eigenständigkeit und selbstbestimmte Aktivitäten befriedigender sind als die ständige Anpassung. Eine möglichst frühe Reflexion des Gebrauchs der sozialen Netzwerke beugt FOMO vor.

Ich kann mein Handy nicht ausschalten, ich muss beruflich erreichbar sein!

Wer beruflich ständig erreichbar sein muss, hat dennoch eine Möglichkeit sein Handy einfach mal ausschalten zu können. Ein günstiger Telefonservice kann Ihre beruflichen Anrufe entgegennehmen. Sie werden über die Anrufe benachrichtigt und können nach Ihrer Auszeit ganz in Ruhe Ihre Mails und SMS checken. So verpassen sie nicht nur nie wieder wichtige Kundenanrufe, sondern müssen auch mit nervigen Werbeanrufen nicht mehr Ihre Zeit verschwenden. Gönnen Sie sich Offline Urlaub und checken Sie die Telefonservice Tarife bei bluepartner.

 

Bildquelle: https://www.pexels.com/

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