Wie Sie Ihre Konzentration steigern – 15 Tipps für mehr geistige Anwesenheit

Wie lässt sich Konzentration steigern?

Laut Wikipedia ist Konzentration „die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe.“

Leicht gesagt. Die Kunst, dort zu sein wo man ist fällt in einer zunehmend komplexer werdenden Welt mit ihren omnipräsenten medialen Ablenkungsmöglichkeiten nicht immer leicht, zumal dann, wenn länger anhaltende Konzentration gefragt ist.

Konzentration steigern – so geht´s

Im Folgenden soll es daher um konkrete Tipps zur Steigerung der eigenen Konzentrationsfähigkeit gehen.

Ihr Arbeitsplatz

Konzentration steigern am Arbeitsplatz

  • Räumen Sie Ihren Schreibtisch auf: Ein geordneter Arbeitsplatz an dem alles „an Ort und Stelle“ ist, schafft Klarheit im Kopf. (Das gilt übrigens nicht nur für die materielle Welt, sondern auch für die Benutzeroberfläche Ihres Computers.) Wenn Sie das Gefühl haben, keine Zeit zum Aufräumen Ihres Arbeitsplatzes zu haben, sollten Sie sich die Zeitersparnis vor Augen halten, die Ihnen die Ordnung langristig bringen wird. Einige praktische Tipps zur Chaos-Bewältigung finden Sie hier.
  • Sorgen Sie für ausreichend Beleuchtung: Je dunkler der Arbeitsplatz, desto mehr Anstrengung für die Augen, desto ermüdender die Arbeit. An Bildschirmarbeitsplätzen liegt die vorgeschriebene Beleuchtungsstärke bei 500 LUX. Zum Vergleich: An einem hellen Sommertag im Freien liegt der Messwert bei 100.000 (!) Lux, an einem wolkigen Wintertag immer noch bei 3.500 Lux.
  • Sorgen Sie für einen ergonomischen Arbeitsplatz: Davon profitiert nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch Ihre Leistungsfähigkeit. Wie das geht, erfahren Sie hier.
  • Sorgen Sie für ausreichende Belüftung: Oft vernachlässig, dabei wurde inzwischen sogar wissenschaftlich nachgewiesen, dass muffige Luft die Funktionsfähigkeit der grauen Zellen signifikant einschränkt. Also: (Wenn möglich) öfter mal Fenster auf, wenn es für einen Spaziergang nicht reicht!
  • Vermeiden Sie Ablenkungen: Das ist natürlich leicht dahergesagt und – je nach Tätigkeit – auch nicht immer 100%ig umsetzbar. Aber man kann sich dem Ideal annähern, indem man z.B. auf die Kollegen zugeht, die im Laufe des Nachmittags mit hoher Wahrscheinlichkeit mit ihren Anliegen an Ihre Türe klopfen und damit möglicherweise Ihre Konzentration stören werden. Anrufe, die nicht sofort persönlich beantwortet werden müssen, können von einem Telefonservice zuverlässig bearbeitet werden. Seit diese ominöse Sache namens „Internet“ aufgetaucht ist, ist das vollständige Vermeiden von Ablenkungen sogar etwas schwieriger geworden. Hier hilft nur Selbstdisziplin: E-Mails zum Beispiel lieber am Stück abarbeiten als alle 1,5 Minuten in den virtuellen Briefkasten zu schauen.

Ihr Körper

Konzentration steigern durch Sport

  • Schlafen Sie: Übermüdet werden Sie kaum Spitzenleistungen vollbringen, da Ihr Arbeitsgedächtnis bei Schlafmangel weniger zustande bringt. Auch der sogenannte Chronotyp sollte im Idealfall berücksichtigt werden – er bestimmt unter anderem, zu welcher Tageszeit Sie Ihr Leistungshoch erreichen.
  • Frühstücken Sie: Auch während Sie schlummern, schlägt Ihr Herz nicht von allein – daher verbraucht der Körper auch während des Schlafs Energie. Um zur vollen Leistungsfähigkeit zu gelangen, muss Ihr Körper nach dem Aufstehen daher zunächst Energie tanken.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung: Wichtig für die Konzentrationsfähigkeit sind Omega-3-Fettsäuren, da sie die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen unterstützen. Gute Lieferanten sind Kaltwasserfische (Lachs & Hering) und Nüsse. Ungesättigte Fettsäuren fördern hingegen die Durchblutung des Gehirns und sind zum Beispiel in Avocados enthalten. Kohlenhydrate sorgen eine verstärkte Bildung des Botenstoffes Serotonin, was stimmungsaufhellend und stressvorbeugend wirkt und eine gute Grundlage für die Konzentration bildet. Weitere Tipps zum Thema „Brainfood“ finden Sie hier.
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich: Flüssigkeitsmangel mindert die geistige Leistungsfähigkeit. „Trinken bevor Durst entsteht“ lautet die Devise. Eineinhalb bis zwei Liter pro Tag sollten es schon sein, am besten Wasser oder leicht gesüßten Tee.
  • Bleiben Sie in Bewegung: Neuere Studien belegen: Wer regelmäßig Sport treibt, trainiert auch sein Gehirn! Keine Ausreden: Wenn es mal nicht für Sport reicht, finden Sie hier einige Bewegungsübungen für Ihr Büro.

Ihr Geist

Konzentration steigern durch geistige Übungen

 

  • Schaffen Sie Ordnung in Ihrem Kopf: Eine Checkliste als visuelles Hilfsmittel ist gleichzeitig Merkzettel, Prioritätenliste und Motivationswerkzeug. Gleichzeitig zeigt sie Ihnen (bei sinnvoller Anordnung) an, auf welche Aufgabe Sie sich jeweils fokussieren sollten und unterstützt somit Ihre Konzentration.
  • Machen Sie Pausen: Stundenlange Konzentration ohne jegliche Unterbrechung ist nicht möglich – bei den meisten Menschen sinkt die Aufmerksamkeit nach etwa 90 Minuten. Daher ist es wichtig, sich diesem Rhythmus anzupassen und regelmäßige Verschnaufpausen für Ihren Geist einzuplanen.
  • Betreiben Sie Konzentrationsübungen: Ähnlich Ihrer Muskeln lässt sich auch Ihre Konzentrationsfähigkeit gezielt trainieren. Einige Übungen zum Einstieg finden Sie hier.
  • Steigern Sie Ihre Frustrationstoleranz: Eine mutmaßliche Routineaufgabe entpuppt sich als nervige und langwierige Angelegenheit. Angewidert wendet Ihr Geist sich ab und sucht z.B. im Internet nach Zerstreuung. Biete Sie diesem Verhalten Einhalt, indem Sie lernen, mit Frustrationen umzugehen. Erste Schritte dazu finden Sie z.B. hier.
  • Hinterfragen Sie Ihre Aufgaben: Sie sind ausgeschlafen, körperlich in Topform und ihr Schreibtisch ist aufgeräumt. Keine größeren persönlichen Probleme rauben Ihnen den Schlaf und Ihre Konzentrationsfähigkeit. Dennoch fällt es Ihnen schwer, Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre momentane Aufgabe zu richten. Wenn Sie alle anderen Ursachen ausschließen können, liegt Ihr Problem vllt. auch darin, dass Ihre Tätigkeit an sich Ihnen keine ausreichende Befriedigung (mehr) vermittelt. In einem solchen Fall ist es manchmal hilfreich, die „großen Fragen“ zu stellen: „Bin ich wirklich zufrieden mit meiner Tätigkeit?“ und „Welche anderen Perspektiven bieten sich mir?“

Mehr davon? Eine Infografik mit weiteren Möglichkeiten zur Steigerung der Arbeitseffektivität finden Sie hier!

Was sind Ihre Erfahrungen mit Ihrer Konzentrationsfähigkeit?
Kennen Sie weitere Konzentrationstipps?
Schreiben Sie uns einen Kommentar, wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Fotonachweis
Quellen:
http://www.gratisography.com
https://stocksnap.io/

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4 Kommentare

  1. Marko Huemer schreibt:

    Veröffentlicht am 28. Juni 2016 at 11:45

    Hallo Sascha! Ich wollte mich bedanken für den Coolen Blogartikel! Schön, das es Menschen wie dich gibt, die sich mit solchen Themen beschäftigen. Ich habe mir gedacht, dieses Video könnte dich interessieren, da es genau zum Tehma passt: https://www.youtube.com/watch?v=egsaI3ZdnQw

    Alles liebe
    Marko Huemer

  2. Sanchez schreibt:

    Veröffentlicht am 17. Juli 2016 at 15:48

    Servus!

    Ich selbst würde aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass von diesen Tipps „Ernährung“ und „Bewegung“ am Wichtigsten sind. Bei der „Pause“ ist es etwas zwiespältig: Ab einem gewissen Punkt sind sie zwar wirklich notwendig. Allerdings versuche ich mich beim Lernen meist so sehr in die Sache reinzuvertiefen, dass ich mich mehrere Stunden damit beschäftigen möchte. Ich mache das meistens durch die Taktik, beim einfachsten Kapitel anzufangen und immer etwas mehr die Komplexität zu steigern. So kann man relativ „natürlich“ versuchen an ein neues Thema ranzugehen und interessiert sich dann wirklich für neuen Lernstoff.
    Ein weiterer Tipp ist Grüntee. Ist sogar in einigen Studien nachgewiesen dass dieser sich sowohl kurz- als auch mittelfristig gut auf die Konzentration auswirkt. Haut rein und viel Erfolg!

  3. Tommy schreibt:

    Veröffentlicht am 15. September 2016 at 19:11

    Super Blogartikel! Ich würde den Punkt „Arbeitsplatz“ als letzten bringen. Geist und Körper sind deutlich wichtiger, um Konzentration zu erlangen. Oftmals ist ein chaotischer Arbeitsplatz zwar auch Ausdruck, dass man chaotische Gedanken hat, aber eben nicht immer. Ich habe jedenfalls schon viele Leute erlebt, die trotz aufgeräumten Arbeitsplatz viele Konzentrationsprobleme etc. hatten. Daher halte ich es wichtiger, zuerst im Geist anzusetzen.

  4. Adrian Piske schreibt:

    Veröffentlicht am 16. Oktober 2017 at 18:08

    Du hast hier wirklich einige gute Punkte genannt! Sehr informativ, vielen Dank für diesen Beitrag! 🙂

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