Marketing bei bluepartner – Ein Blick hinter die Kulissen

Hallo Dennis, erzähl uns doch mal ein bisschen was über deine Tätigkeiten bei bluepartner.

Zusammen mit meinem Kollegen Sascha gestalte ich die Social-Media-Kommunikation der Berliner Wasserbetriebe. Wir kümmern uns um zwei Facebook-Seiten, die Unternehmensseite und die Ausbildungsseite. Zudem bin ich für den Instagram– sowie den Youtube-Kanal der Berliner Wasserbetriebe zuständig.

Darüber hinaus kümmere ich mich um das Marketing für bluepartner. Das heißt konkret unter anderem die Pflege unserer Website sowie unterjährig Projekte wie momentan ein Dankeschön für die Kunden des Sekretariatsservice: Ein Kalender, in dem unsere Beschäftigten die Geschichte der Telefonie von 1900 bis heute nachbilden. Zudem gestalte ich noch Flyer – also alles was so im Marketing anfällt.

Wie kommt man denn zu so einem Job?

Das war mehr oder weniger Zufall bei mir. Ich habe 2006 bis 2009 meine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste bei den Berliner Wasserbetrieben gemacht. Dort habe ich unter anderem schon indirekt für bluepartner gearbeitet, da ich die Flyer gestaltet habe.

Als dann 2011 von den Berliner Wasserbetrieben beschlossen wurde, Social Media zu betreiben und entschieden wurde, dass bluepartner dafür zuständig sein würde, wollte ich das unbedingt machen.

Ich habe Gespräche geführt und hatte dann das Glück, die Stelle bei bluepartner zu bekommen. Seitdem mache ich hier das Marketing für bluepartner sowie die Social-Media-Kommunikation für die Wasserbetriebe.

Facebookseite der Berliner Wasserbetriebe

Die Facebookseite der Berliner Wasserbetriebe

 

Bei Social Media handelt es sich um eine neuere Art von Kommunikation im Internet, die vielleicht nicht mehr so vergleichbar mit klassischer Werbung ist, sondern eher mit einer Art „Dialog“. Benötigt man dafür eine bestimmte Ausbildung oder wächst man da eher rein?

Ich denke, das Wichtigste ist, dass man kritische Anfragen und Kommentare auf keinen Fall persönlich nimmt, denn diese sind ja allgemein an das Unternehmen gerichtet.

Da ist es dann wichtig, mit einem gewissen Bauchgefühl heranzugehen und dementsprechend auch sachlich zu antworten. Zumal Social Media ein anderer Kanal ist, als z.B. das Telefon: Es läuft überwiegend über Text, da kann man manche Sachen schnell falsch verstehen, weil z.B. die Tonhöhe und die Mimik fehlen.

Hilfreich ist es auch, immer wieder mal Erfahrungen mit anderen auszutauschen, die ebenfalls in diesem Bereich arbeiten.

Ich selber habe zudem eine Weiterbildung gemacht zum Fachwirt für Social Media an der deutschen Dialogmarketing-Akademie. Dort habe ich praktisch Online-Marketing in einem Kurzstudium erlernt – und habe viel für die Social-Media-Kommunikation mitnehmen können. Beispielsweise habe ich dort auch meine Diplomarbeit über die Einführung von Social-Media bei den Berliner Wasserbetrieben geschrieben.

Auf den Dialogaspekt bei Social Media, also die Reaktionen und Kommentare der User, bist du ja nun schon eingegangen. Ein anderer Aspekt ist der eigene Content, dass man – wenn man als Unternehmen beispielsweise eine Facebook-Seite führt – auch immer regelmäßig etwas postet.

Die Ziele aufseiten des Unternehmens sind natürlich vor allem Interaktionen: Viele Likes, lieber noch Kommentare. Was würdest du sagen, macht dahingehend einen guten Beitrag aus?

Ich denke, dass dies in erster Linie von der Art des Unternehmens abhängt: Für die „Fans“ der Berliner Wasserbetriebe sind vielleicht andere Themen spannend als beispielsweise für die der BVG, der BSR oder der Deutschen Bahn.

Mittlerweile kann man aber allgemein sagen, dass Beiträge, die einen Blick „hinter die Kulissen“ eines Unternehmens bieten, relativ gut ankommen und auch für viele Reaktionen sorgen.

Wenn wir beispielsweise einen Beitrag über das Wasserfest der Berliner Wasserbetriebe oder den „Tag des offenen Kanals“ bringen, dann merkt man schon, dass die Anzahl der Interaktionen sehr hoch ist, weil man schließlich nicht jeden Tag in einen Regenüberlaufkanal steigen kann.

Eine weitere Möglichkeit sind Gewinnspiele, diese sind allerdings immer mit etwas Vorsicht zu genießen, weil man oftmals nur die User erreicht, die lediglich an den ausgelobten Preisen interessiert sind, aber darüber hinaus nicht an den Themen, die das Unternehmen sonst veröffentlicht.

Daher sollte man – wenn man als Unternehmen schon Dinge auf Facebook verlosen möchte – darauf achten, dass die Preise in irgendeinem Kontext zum Unternehmen stehen. Ich würde zum Beispiel einem Unternehmen wie den Berliner Wasserbetrieben nicht unbedingt empfehlen, auf Facebook iPads zu verlosen, nur um die Fan-Anzahl künstlich in die Höhe zu treiben. Denn letztendlich ist es die Anzahl der Interaktionen, die die Reichweite einer Seite erhöht und nicht die Fan-Anzahl.

Facebookseite “Ausbildung bei den Berliner Wasserbetrieben”

Facebookseite “Ausbildung bei den Berliner Wasserbetrieben”

 

Man sagt ja auch, dass die Fan-Anzahl letzten Endes nicht so viel über den Erfolg einer Facebook-Seite aussagt, denn eine Seite hat man schnell mal „gelikt“ und die Beiträge der Seite lassen sich auf Wunsch abstellen, sodass man von den weiteren Aktivitäten der Seite nichts mehr mitbekommt.

Mal abgesehen von Social Media – was sind deine weiteren Aufgaben bei bluepartner? Gibt es auch noch „klassische“ Marketing-Aufgaben, die nichts mit Social Media zu tun haben?

Das Hauptaugenmerk im Marketing bei bluepartner liegt schon bei der Suchmaschinenoptimierung und den eigenen Social-Media-Aktivitäten, weil wir mit einer Dienstleistung auf dem Markt sind, die eher über Online-Medien vertrieben werden kann als über klassische Printmedien.

Von daher legen wir dementsprechend Wert darauf, dass unsere Website für bestimmte Suchbegriffe ein gutes Ranking in den Suchmaschinenergebnissen erzielt, damit wir für den Kunden auch sichtbar sind.

Ein Schwerpunkt bildet hier unser Blog, den wir auch für die Suchmaschinenoptimierung nutzen – wir möchten jedoch darüber hinaus nicht einfach nur „Irgendetwas“ veröffentlichen um dadurch auf diese Weise möglichst viel Content zu erzeugen, sondern die Beiträge sollen auch hier auf ehrliches Interesse stoßen.

Was würdest du sagen, sind denn deine Lieblingstätigkeiten im Marketing? Oder anders gefragt: Was sind die Momente, die dich in deinem Job wirklich begeistern?

Die Momente, die mich begeistern, lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:

Einmal sind es die unerwarteten Geschehnisse, die beispielsweise auf den Facebook-Seiten der Berliner Wasserbetriebe passieren. Da man nie voraussehen kann, welche Anfragen und Kommentare kommen, ist es sehr abwechslungsreich, denn man muss immer schauen, dass man dem User auch eine entsprechend schnelle Antwort gibt.

Die andere Sache sind die Tätigkeiten im Marketing bei bluepartner, diese sind auch sehr vielfältig. Man hat da einerseits natürlich sein Tagesgeschäft, bei dem die Website kontinuierlich gepflegt werden will oder Formulare und Flyer für unseren Telefonservice angepasst werden müssen.

Darüber hinaus gibt es aber immer auch Projekte wie z.B. unseren Mitarbeiterkalender oder die Video-Card für unseren Image-Film – solche Dinge gestalten das Tagesgeschehen abwechslungsreich und sind auch immer etwas Besonderes.

Zum Abschluss noch eine Frage: Was machst du so, wenn du nicht gerade bei bluepartner arbeitest?

Wenn ich nicht bei bluepartner arbeite, treffe ich mich gerne mit Freunden. Ansonsten spiele ich in meiner Band: Wir sind eine Coverband und spielen Hits aus den 80er- den 90er und dem Besten von heute (lacht).

Dennis, vielen Dank für das Interview und weiterhin noch viel Spaß!

Gerne!

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