Telekommunikation – Wie(viel) kommunizieren die Deutschen?

Unter Telekommunikation wird im Allgemeinen „jeglicher Austausch von Kommunikation über eine räumliche Distanz hinweg“ bezeichnet.

Mit anderen Worten: Es geht darum, mit Personen zu kommunizieren, die räumlich nicht anwesend sind. Von Natur aus war der Mensch dazu nicht in der Lage, also musste er sich diverse Hilfsmittel ausdenken.

Telekommunikation im Wandel der Zeit – Vom Rauchzeichen zur WhatsApp-Nachricht

Geschichte der Telekommunikation

Angefangen bei Rufen, Jodeln und Rauchzeichen wurden diese Hilfsmittel im Laufe der Menschheitsgeschichte immer ausgereifter: Durch die Erfindung der Schrift und der Etablierung der Taubenpost wurde es möglich, komplexe Bedeutungen und Sinnzusammenhänge über große Entfernungen zu transportieren.

Ein weiterer großer Schritt stellte die Erfindung des Telefons dar: Erstmals konnte man in Echtzeit über praktisch unbegrenzte Entfernungen kommunizieren – ohne dass dafür der Einsatz von Schrift erforderlich wäre.

Der nächste Durchbruch vollzog sich mit der Etablierung des Internets und damit einhergehend mit  der E-Mail, durch die es möglich wurde, schriftliche Nachrichten in beliebigem Umfang innerhalb von Sekunden an jeden beliebigen Ort auf dem Planeten zu schicken.

Parallel dazu etablierte sich mit der Verbreitung von Mobiltelefonen in den Neunziger Jahren die SMS und damit die Möglichkeit, kurze Textnachrichten von unterwegs über das Mobilfunknetz zu verschicken – der kleine Bruder der E-Mail sozusagen.

Das moderne Smartphone vereinigte schließlich zahlreiche Kommunikationsmedien: Es lassen sich damit sowohl SMS-Nachrichten als auch E-Mails schreiben und natürlich telefonieren. Darüber hinaus hat sich durch die kleinen Alleskönner ein neues Medium der Massenkommunikation etabliert: Messenger-Dienste wie z.B. WhatsApp, deren Vorläufer sich seinerzeit in Form von ICQ und Co. bereits auf dem heimischen PC großer Beliebtheit erfreuten. Dank mobilem Internet können diese (zumeist kostenlosen) Dienste nun auch auf mobilen Geräten genutzt werden.

Wie kommunizieren die Deutschen?

Telefon, E-Mail, SMS oder Messenger – welches Kommunikationsmittel wird in Deutschland am häufigsten genutzt? Um diese Frage zu beantworten, befragte die SevenOne Media GmbH 1501 Personen verschiedener Altersgruppen (Mindestalter 14 Jahre) nach ihren Kommunikationsgewohnheiten. Wie sich zeigt, gestalten sich die Präferenzen abhängig von der jeweiligen Generation höchst unterschiedlich.

Generation Messenger – die 14 bis 29 jährigen

Telekommunikation mit Messenger

Insgesamt zwei Stunden und 26 Minuten verbringt die junge Generation täglich im Durchschnitt mit der Telekommunikation – mehr als jede andere Altersgruppe.

Von dieser Zeit entfällt mit täglich 72 Minuten fast die Hälfte auf das Schreiben und Lesen von Messenger-Nachrichten – es ist daher auch keine Überraschung, dass diese Altersgruppe den Spitzenreiter bei der Messenger-Benutzung darstellt.

Für die in das Internetzeitalter hineingeborenen Digital Natives scheint der Messenger das maßgeschneiderte Kommunikationsmittel zu sein: Eine Nachricht ist schnell getippt und noch schneller gelesen, zudem ist dies via Smartphone an jedem Ort möglich. Auf diese Weise lassen sich parallele Unterhaltungen mit beliebig vielen Personen bei jeder Gelegenheit „nebenbei“ führen. Darüber hinaus sind Messenger-Dienste durch ihre Online-basierte Struktur multimedial: Es lassen sich neben Textnachrichten auch Internet-Links, Bilder, Sprachnachrichten, andere Audiodateien und Videos verschicken.

Die Vielseitigkeit und die Möglichkeit, ortsunabhängig zu kommunizieren, könnte auch eine Erklärung für den großen Vorsprung zu den Kommunikationsmitteln Nr. 2 und 3 darstellen, der E-Mail (täglich 41 Minuten) und dem Telefonat (täglich 36 Minuten).

Das Schlusslicht bildet die SMS: Nur 7 Minuten kommuniziert diese Generation täglich mit dem altehrwürdigen Kurznachrichtendienst – die Online-Messenger scheinen dieses Medium komplett verdrängt zu haben. Dennoch schneidet die SMS bei dieser Generation sogar noch am besten ab: In den anderen Altersstufen wird noch weniger Zeit mit diesem Kommunikationsmedium verbracht.

E-Mail und Telefon als Spitzenreiter – die 30 bis 49jährigen

Telekommunikation per E-Mail

Täglich zwei Stunden und 3 Minuten verbringt die „mittlere Generation“ mit Telekommunikation.

Die elektronische Post ist bei dieser Generation am beliebtesten: Keine andere Altersgruppe verbringt so viel Zeit mit dem Lesen und Schreiben von E-Mails wie Menschen im sogenannten mittleren Alter: 54 Minuten täglich.

Das zweitliebste Kommunikationsmittel dieser Generation ist das Telefonat, mit dem täglich durchschnittlich 45 Minuten verbracht werden.

Erst auf Platz 3 hingegen steht für diese Generation der Messenger, mit dem täglich 22 Minuten verbracht werden – also genau 50 Minuten weniger als die jüngste Altersgruppe mit diesem Kommunikationskanal verbringt. Auf das Schreiben und Lesen von SMS-Nachrichten entfallen täglich lediglich 2 Minuten.

E-Mail und Telefon bilden bei dieser Generation die Spitzenreiter – zusammen nehmen sie 99 Minuten der täglichen Telekommunikationszeit ein – mehr als viermal so viel wie die 24 Minuten, die insgesamt für Messenger- und SMS-Kommunikation aufgewendet werden.

Dies mag seinen Grund auch darin haben, dass der Kontakt per Telefon und E-Mail (noch) als die seriösere Form der Kommunikation gilt – ein nicht unwesentlicher Faktor für eine Altersgruppe, die zum Großteil mitten im Berufsleben steht.

Telefon vor E-Mail – die 50 bis 64jährigen

Vorzugsweise Telefon

 

Insgesamt 91 Minuten, also eine Stunde und 31 Minuten, verbringt diese Altersgruppe täglich mit der Fernkommunikation.

In ihren Kommunikationsgewohnheiten unterscheidet sich die Generation der 50 bis 64jährigen nicht allzu sehr von der nächstjüngeren Altersgruppe: Auch hier dominieren Telefon und E-Mail als bevorzugtes Kommunikationsmittel- mit dem Unterschied, dass das Telefon mit 42 Minuten täglicher Nutzung hier noch vor der E-Mail mit 36 Minuten liegt.

Messenger werden in dieser Altersgruppe mit 10 Minuten täglicher Nutzung vergleichsweise selten benutzt, liegen aber immer noch deutlich vor der Nutzung von SMS-Diensten mit täglich 3 Minuten.

Insgesamt 78 Minuten täglicher Nutzung von Telefon und E-Mail stehen somit 13 Minuten Messenger- und SMS-Nutzung gegenüber –  E-Mail und Telefon werden also sechsmal so oft benutzt wie Messenger bzw. SMS.

Am liebsten telefonisch – die Generation 65 Plus

Telekommunikation in der Altersgruppe 65+

 

Insgesamt verbringt diese Generation relativ wenig Zeit mit Telekommunikation: Täglich lediglich 48 Minuten.

Ein Großteil davon, nämlich 30 Minuten, entfällt auf Telefonate – lediglich 12 Minuten am Tag werden für die Korrespondenz per E-Mail aufgewendet.

Noch weniger, nämlich 3 Minuten täglich, wird im Durchschnitt per Messenger kommuniziert. Ebenfalls 3 Minuten täglich verbringt die Generation 65 mit dem Lesen und Schreiben von SMS- Nachrichten – damit ist die älteste Generation die einzige Altersgruppe, in der Messenger-Dienste und SMS-Nachrichten bei der täglichen Nutzungsdauer gleichauf liegen.

Telekommunikation in Deutschland – Gesamtbetrachtung

Insgesamt eine Stunde und 42 Minuten verbringen die Deutschen im Durchschnitt täglich damit, mit abwesenden Personen zu kommunizieren. An erster Stelle steht weiterhin das Telefon mit 39 Minuten täglicher Nutzung, dicht gefolgt von der E-Mail mit 36 Minuten. Auf Platz 3 rangiert die Kommunikation via Messenger, mit der durchschnittlich 24 Minuten täglich verbracht werden. Abgeschlagen auf dem letzten Platz mit 3 Minuten täglicher Nutzung steht die SMS.

Infografik: So kommunizieren die Deutschen | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Fazit: Das Telefonat bleibt auch im Online-Zeitalter unverzichtbar

Telefon-Cartoon

Je jünger die Generation, desto neuer das Kommunikationsmittel: Die jüngste Generation kommuniziert am häufigsten per Messenger, die 30- bis 49jährigen per E-Mail und die Generation 50+ greift offenbar am liebsten zum Telefon.

Bei näherer Betrachtung der Zahlen fällt jedoch auf, dass das Telefon in Bezug auf die tägliche Nutzungsdauer generationenübergreifend das konstanteste Medium ist: Telefoniert wird auch im höheren Alter noch immerhin 3,5 Stunden in der Woche, während selbst die in das Internetzeitalter hineingeborene Generation der 14- bis 29jährigen – noch 4,2 Stunden pro Woche mit Telefonieren verbringt.

Offenbar bleiben die Vorzüge der telefonischen Kommunikation auch für die Generation der Digital Natives in gewissen Situationen unverzichtbar:

Diese dürften vor allem in der Simplizität und Direktheit des Mediums liegen, zudem ist ein direktes Gespräch weniger anfällig für Missverständnisse als geschriebener Text.

Manche Angelegenheiten – seien sie persönlicher oder geschäftlicher Natur – lassen sich eben am unkompliziertesten mit einem Telefonat klären.

Nicht umsonst kommunizieren die Deutschen am liebsten telefonisch mit Kundendiensten und verstehen unter gutem Service nicht zuletzt auch gute Erreichbarkeit. Als Unternehmer hilft Ihnen unser Telefonservice dabei, diese zu gewährleisten und Ihren Kunden mehr zu bieten, als eine Ansage vom Band.

Welches Kommunikationsmittel ist Ihr Favorit? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Link zur Studie:

http://www.mediaactivityguide.de/#mag

Infografik:

https://de.statista.com/infografik/6052/taegliche-nutzungsdauer-von-kommunikationswegen/

Bildquellen:

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