Startbluepartner officebluepartner plusPreiseKarriereNachhaltigkeitNews
Kundenportal
Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie

Das siebente Nachhaltigkeitsziel der UN: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Mit der Agenda 2030 haben sich die Vereinten Nationen das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 eine nachhaltige Entwicklung weltweit zu fördern. Die Basis dafür: die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) – sie dienen als Leitfaden, um drängende Herausforderungen anzugehen und eine bessere Zukunft für alle zu schaffen. Eines dieser Schlüsselziele ist das 7. Nachhaltigkeitsziel, das sich auf "Bezahlbare und saubere Energie" konzentriert – ein wichtiges Thema, das mit dem Ukraine-Krieg noch deutlicher in die öffentliche Bewusstseinslage gerückt wurde.

Hintergrund

Das 7. Nachhaltigkeitsziel hat das Ziel, den Zugang zu erschwinglicher, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle zu gewährleisten. Es erkennt an, dass ein solcher Zugang eine grundlegende Voraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist. Gleichzeitig legt es großen Wert auf die Bedeutung von sauberer Energie, um die Umweltauswirkungen der Energieproduktion zu minimieren und den Klimawandel einzudämmen.

Was wollen wir erreichen?

  1. 1.
    Alle Menschen sollen Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher und moderner Energie haben.
  2. 2.
    Der Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix soll deutlich erhöht werden.
  3. 3.
    Die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz soll verdoppelt werden.
  4. 4.
    Die internationale Zusammenarbeit soll verstärkt werden, um den Zugang zu Forschung und Technik im Bereich erneuerbare Energie, Energieeffizienz sowie fortschrittliche und saubere Technologien für fossile Brennstoffe zu erleichtern und Investitionen in saubere Energie zu fördern.
  5. 5.
    Die Infrastruktur soll ausgebaut und modernisiert werden, um in Entwicklungsländern moderne und nachhaltige Energiedienstleistungen für alle bereitzustellen.

Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 2024

Aber was heißt das eigentlich im Einzelnen?

SDG 07 Zahlen & Fakten bezahlbare und saubere Energie

Bezahlbare Energie

Energie, die man bezahlen kann, erschwingliche Energie also ist von entscheidender Bedeutung, um Armut zu bekämpfen und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern. Allerdings: In vielen Teilen der Welt haben Menschen immer noch keinen Zugang zu grundlegenden Energiequellen wie Elektrizität. Das 7. SDG fordert daher Maßnahmen, um sicherzustellen, dass auch ärmere Bevölkerungsgruppen Zugang zu bezahlbarer Energie haben. Das kann durch den Ausbau von erneuerbaren Energien, die Effizienzsteigerung in der Energieproduktion und den Ausbau von Energienetzen erreicht werden.

Saubere Energie

Die Betonung von sauberer Energie im 7. Nachhaltigkeitsziel unterstreicht die Dringlichkeit, den Übergang zu nachhaltigen Energiequellen zu beschleunigen. Der Großteil der weltweiten Energie wird immer noch aus nicht erneuerbaren Quellen wie fossilen Brennstoffen gewonnen, was zu Umweltverschmutzung und dem Ausstoß von Treibhausgasen führt. Erneuerbare Energien wie Sonnen- und Windenergie bieten eine umweltfreundliche Alternative. Investitionen in Forschung und Entwicklung sind entscheidend, um saubere Energietechnologien zu verbessern und ihre breitere Anwendung zu ermöglichen.

Globale Perspektive

Die Umsetzung des 7. Nachhaltigkeitsziels erfordert eine umfassende, koordinierte Anstrengung auf globaler Ebene. Internationale Zusammenarbeit und Partnerschaften sind unerlässlich, um Technologietransfer, Wissensaustausch und Finanzierung zu erleichtern. Entwicklungsländer benötigen Unterstützung, um ihre Energieinfrastruktur auszubauen und nachhaltige Praktiken zu fördern. Zugleich müssen Industrieländer ihre Verantwortung wahrnehmen und den Übergang zu erneuerbaren Energien beschleunigen.

Innovation und Technologie

Die rasante Entwicklung von Technologien im Energiebereich spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung des 7. SDG. Innovative Lösungen, wie intelligente Netze, Energiespeicherung und dezentrale Energieerzeugung, können den Energiezugang verbessern und gleichzeitig die Umweltauswirkungen minimieren. Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen müssen ihre Anstrengungen verstärken, um technologische Durchbrüche zu erzielen und nachhaltige Energielösungen zu fördern.

Wo stehen wir aktuell?

Fakt ist: auch wenn sich die Versorgungslage weltweit verbessert hat, es reicht nicht, um die ehrgeizigen Ziele des 7. SDG auch nur ansatzweise zu erreichen. Geht es so weiter wie bisher werden 2030 noch immer 660 Millionen Menschen keinen Zugang zu Strom oder bezahlbarer sauberer Energie haben. Das jedenfalls konstatiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Weiter heißt es: „Fast zwei Milliarden Menschen werden beim Kochen weiterhin auf umwelt- und gesundheitsschädliche Brennstoffe und Technologien angewiesen sein.

Besonders fatal ist die Situation in wenig entwickelten Ländern und in Subsaraha-Afrika. Hat man bis vor wenigen Jahren hier noch den Ausbau von erneuerbaren Energien massiv gefördert, sind inzwischen die Entwicklungshilfen für diesen Bereich massiv zusammengestrichen worden. Mit Folgen für die Energieversorgung und für das Klima. “2021 wurden Fördermittel in Höhe von 10,8 Milliarden US-Dollar gezahlt – das sind 11 Prozent weniger als 2020 und 35 Prozent weniger als im Durchschnitt zwischen 2010 und 2019“, heißt es vom BMZ. Verschärft wird die Situation durch den Ukraine-Krieg, in dessen

Folge die Gaspreise extrem anstiegen. Um unabhängiger vom russischen Gas zu werden, setzen viele westeuropäischen Länder wieder auf Kohle. Fatal für die Umwelt und die europäischen CO2-Ziele. Positive Begleiterscheinung: Der Ausbau der regenerativen Energien nimmt Fahrt auf. Das Potenzial ist riesig: Die aus Sonne, Wasser, Wind, Erde und Biomasse zu gewinnende Energie könnte die gesamte Weltbevölkerung mit mehr Energie versorgen als sie benötigt.

Was tut Deutschland?

  1. 1.
    Mit grüner Bürgerenergie für Afrika (GBE) und energieautarken Dörfern (EAD) fördert Deutschland die nachhaltige Energieversorgung in ländlichen Regionen.
  2. 2.
    Die Energiepartnerschaft Energising Development (EnDev) hat bis Ende 2021 weltweit 25,8 Millionen Menschen, 81.700 Unternehmen und 30.900 sozialen Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitszentren den Zugang zu Strom oder moderner Kochenergie ermöglicht.
  3. 3.
    Globale Energiewende (GET.pro) hat seit 2018 schon 48 Projekte erfolgreich an Finanzierer vermittelt, mit denen über 8,7 Millionen Menschen Zugang zu nachhaltiger Energie erhalten und über 600.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen im Jahr vermieden werden.
  4. 4.
    Auch multilateral setzt sich Deutschland für eine nachhaltige Energiezukunft ein und unterstützt zum Beispiel die Initiative für Erneuerbare Energien in Afrika.

Quelle: BMZ, 2024

Fazit

Bezahlbare und saubere Energie ist ein Eckpfeiler für soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung. Durch internationale Zusammenarbeit, Investitionen in erneuerbare Energien und innovative Technologien können wir die Energiewende vorantreiben und eine Welt schaffen, in der Energie für alle verfügbar ist, ohne die planetaren Grenzen zu überschreiten. Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, sei es durch bewussten Energieverbrauch, Unterstützung nachhaltiger Initiativen oder politisches Engagement für eine nachhaltige Energiezukunft.

Was tun wir als bluepartner?

Nachhaltigkeit - Was tun wir?

Das Bewusstsein für Energie, für das Energiesparen hat sch in den letzten Jahren deutlich verändert. Wir haben – spätestens seit des russischen Angriffskriegs und der damit einhergehenden Gasknappheit – einige Tipps zusammengetragen, die wir bei uns im office anwenden:

  • Begrenzung der Raumtemperatur auf maximal 19°C. Unterstützt wird diese Maßnahme durch die Installation von smarten Heizkörperthermostaten, die insbesondere die die Nacht- und Wochenendabsenkung steuern.
  • Im Serverraum wurde die Leistung der Klimaanlage reduziert und die Temperatur um 3 Grad auf max. 25 Grad erhöht.
  • Solltemperatur für Treppenhäuser und Flure 16°C
  • Abschaltung von dezentralen Trinkwarmwassererzeugern
  • Wassersparaufsätze an allen Handwaschbecken
  • Reduzierung des Stromverbrauchs (hier: Standbykosten) durch die Installation von Mehrfachsteckdosen mit Handschalter.
  • In langen Gängen und Fluren wurden Wärmevorhänge zur Vermeidung von Zugluft angebracht.
  • Alle Mitarbeitenden halten sich an ein strenges abgestimmtes Lüftungskonzept, um Auskühlung zu vermeiden und die Wärmebildung zu beschleunigen.

Was können wir tun?

Nachhaltigkeit - Was können wir tun? Dies ist unser Moment und die Zeit ist jetzt.

Jedes Grad zählt

Die Heizung verbraucht viel Energie – im Haushalt sind es 75 Prozent der Gesamtenergie. Beim Beheizen der Räume zählt also jedes Grad Raumtemperatur auf der Verbrauchsskala. Nur ein Grad Wärme mehr lässt die Heizkosten um ca. 5 bis 6 Prozent steigen. Und ein Grad weniger eben sinken.

Eins, zwei, klick

Es gibt auch Möglichkeiten, bei der Nutzung des PC oder Laptops Energie zu sparen. Schalten Sie Ihr Gerät, inklusive des Monitors, zum Feierabend vollständig aus und verwenden Sie den Ruhezustand nur dann, wenn Sie mal kurzfristig nicht am Platz sind. Denn ein PC, der im Ruhemodus läuft, benötigt eine Leistung von ca. 10 Watt, ein Monitor ca. 1 Watt. Klingt erst mal wenig, aber es summiert sich.

Der Letzte macht das Licht aus

Der Beleuchtung werden durchschnittlich 35 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in einem Bürogebäude zugeschrieben. Am einfachsten kann man hier sparen, indem bei Nichtgebrauch die Beleuchtung ausgeschaltet wird. In Abstellkammern, Kopier- und Druckerräumen, Toiletten oder Tee-Küchen muss nicht den ganzen Tag das Licht brennen.

Hier können smarte Bewegungssensoren Abhilfe schaffen. Kommt jemand in den Raum, starten die Stromsparlampen ihre Arbeit. Ansonsten bleibt das Licht aus. Und auch mit Leuchtmittel kann gespart werden: So sind z.B. LED-Panel sind mit ihrer großen Lichtausbeute und ihrer soliden Haltbarkeit eine gute Alternative für ältere Beleuchtungssysteme.

Sauber waschen, aber langsam

Auch die Spülmaschine braucht viel Strom. Vor allem dann, wenn man sie halbvoll laufen lässt. Besser: Die Maschine voll machen und dann das Energiesparprogramm einstellen. Dauert zwar länger, ist aber deutlich effizienter (und nachhaltiger).

Mikrowelle vs. Herd

In der Küche braucht man extrem viel Strom. Und so sollte das aufzuwärmende Mittagessen vielleicht doch den Weg in die Mikrowelle finden, als energieintensiv auf dem Herd warmgemacht zu werden.

Um die Punkte ausfindig zu machen, die den meisten Strom verbrauchen, kann man einen Fachmann holen – oder selbst aktiv werden. Man braucht einfach nur ein Strommessgerät, um festzustellen, wer denn wo besonders viel Strom „frisst“. Das Gerät zeigt klar an, was manche Geräte z. B. im Standby-Modus verbrauchen. Hat man die Übeltäter identifiziert, kann man entsprechende Maßnahmen ergreifen.

bluepartner GmbH Möllendorffstraße 48 10367 Berlin E-Mail: info@bluepartner.de Telefon: 0800 80 80 765

AKTUELLES

© 2023 bluepartner GmbH • ImpressumDatenschutzhinweis